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Theater

Die fächerübergreifende Exkursion der Kursstufe 11 nach Karlsruhe stand im Zeichen der Vielfalt von Kunst und Kultur. Mit freundlicher Unterstützung der „Freunde des OHG Furtwangen e.V.“ konnte Goethes Faust im Badischen Staatstheater und das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) besucht werden.

Nach etwa zweieinhalb Stunden Busfahrt erreichten wir die Residenzstadt Karlsruhe. Für eine kulturhistorische Auseinandersetzung mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt war jedoch keine Zeit.

Denn es ging sofort los ins Badische Staatstheater zu Faust, der doch nun ach! so viel studiert hat und immer noch nichts weiß, was ihn zufrieden stellen könnte und darüber fast wahnsinnig wird. Mephisto will ihm helfen und ihn aus dieser Situation befreien – so scheint es. In Wahrheit will er Gott beweisen, dass dessen Schöpfung fehlerhaft ist, indem er zeigt, dass der Mensch, am Beispiel Fausts, doch leicht vom rechten Weg (z.B. des Strebens nach dem Sinn des Lebens) abzubringen ist, indem er ihm einfach alle seine Wünsche erfüllt. Die Schauspieler des Staatstheaters erweckten die Figuren des Stückes mit Bravour zum Leben. Dabei forderte die Inszenierung das Publikum ziemlich: durch viele Rollenwechsel, durch chorisches Sprechen, durch das Tempo sowieso. Die Inszenierung war nicht nur anspruchsvoll, sondern auch überaus unterhaltsam, sie bot ständig etwas zu sehen – die blonde Frau mit den Tränen oben war z.B. der formatfüllende Bühnenhintergrund von locker 4m Höhe – oder zu erleben: Die dramatischsten Teile (u.a. die Mordszenen) wurden z.B. in Stummfilm-Ästhetik dargeboten und dadurch gesteigert und gleichzeitig karikiert. Sehr empfehlenswerte, mitreißende Faust-Aufführung. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug und lieferten mit Sicherheit Gesprächsstoff für die kommenden Unterrichtsstunden. Danach führte uns der Weg in eine ehemalige, fast 100 Jahre alte Munitionsfabrik. Anstatt Munition wird hier Kunst aus- und hergestellt, beheimatet das Gebäude doch das Zentrum für Kunst und Medien und die Hochschule für Gestaltung.  Die Kunstkurse wurden durch Ausstellungen geführt, die zeigten, wie sich die Kunst des digitalen Zeitalters und der damit verbundenen Möglichkeiten annimmt. Dies beinhaltete zum einen Exponate aus der Welt der Computerspiele, zum anderen auch Exponate aus dem Bereich der Informatik, der Fotografie und der bildenden Kunst. Die Schüler konnten erfahren, wie man selbst die Welt oftmals nur durch Bilder erlebt, nicht aber durch die Realität.

Workshop

Aus der gängigen Realität des Musizierens mit Instrumenten mussten sich auch die Schüler des Musikkurses verabschieden. Sie erlernten in einem Workshop eine Programmiersprache (Sonic Pi), mit der es möglich ist, Klänge und Musik durch die Eingabe von Befehlen zu erzeugen. So wird der Ton C‘ mit dem Befehl „play 60“ erzeugt. „sleep 1“ lässt ihn zu einer Viertelnote werden. Ein weiteres „sleep 1“ erzeugt eine Viertelpause. Durch das Anwählen von verschiedenen Klangerzeugern und Samples konnten ausnahmslos alle innerhalb weniger Minuten kleine musikalische Ergebnisse erzielen. Am Ende des Workshops wurden die individuellen Ergebnisse präsentiert, welche von Drumbeats, über Zitate aus klassischer, populärer und volkstümlicher Musik, bis hin zu kleinen Soundlogos oder eigenen Kompositionen einen enormen Einfallsreichtum zeigten.

Bu hnenbild Im Foyer des ZKM stellte ein Fotoautomat ein letztes Highlight des Besuches dar. Nicht nur Schüler nutzten diesen intensiv mit viel Freude, sondern auch die Lehrer konnten ein Erinnerungsfoto machen.Foto Lehrer Da wir noch eine lange Busfahrt vor uns hatten, brachen wir direkt nach dem Besuch des ZKM zur Heimreise auf. Ein großes Dankeschön gilt unserem Busfahrer Heinz, den Freunden des OHG e.V., meinen Kollegen Britta Betz, Björn Müller und Harro Kobzik und natürlich der gesamten Kursstufe 11.

Text & Fotos: Vierling

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