Schüleraustausch Colne

 Besonders stolz ist das OHG auf seinen langjährigen Austausch mit der englischen Partnerschule in Colne, einige Kilometer nördlich von Manchester, der 2011 bereits sein 50jähriges Bestehen feierte und somit eines der ältesten Schüleraustauschprogramme Baden-Württembergs ist. Ihm hat die Schule mit der „Colnestraße“ nicht zuletzt auch seine momentane Adresse zu verdanken. Der traditionsreiche Austausch, der mit Interessenten aus den Klassen 8 und 9 des Gymnasiums und der Realschule durchgeführt wird, erfreut sich immer noch größter Beliebtheit. Alle zwei Jahre begibt sich das OHG im Juli mit rund 40-50 SchülerInnen auf die Überfahrt auf die Insel. Bei dem einwöchigen Aufenthalt in den Gastfamilien, an der Schule und bei diversen sportlichen Unternehmen sowie Ausflügen in die Umgebung, lernen die SchülerInnen nicht nur die englische Kultur und das Alltagsleben sehr viel besser kennenlernen, sondern können auch direkt in die lingua franca „eintauchen“, wodurch sich nicht zuletzt auch ihre sprachlichen Kompetenzen verbessern. Häufig halten die jeweiligen Partner auch nach dem Austausch noch den Kontakt aufrecht, wodurch sich einige Freundschaften ergeben haben. Im jeweils darauffolgenden Jahr freut sich das OHG auf den Gegenbesuch der Engländer.

Hier finden Sie die Website der Colne Park High School

Hier geht es zum Erfahrungsbericht Englandaustausch 2015 Colne

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1.Tag Abfahrt und Ankunft in England

Um viertel nach elf trafen sich alle Teilnehmer am Ohg, damit wir pünktlich um halb zwölf mit dem Bus abfahren konnten. Die Fahrt nach Stuttgart zum Flughafen brauchte ca. 2 Stunden. So hatten wir genügend Zeit uns den Flughafen genauer anzusehen, außerdem mussten einige noch umpacken, wegen den Flüssigkeitsbestimmungen. Wir gingen zur Kofferabgabe und anschließend warfen noch einige Flaschen mit Wasser oder Cola weg, denn nun kam die Handgepäckkontrolle. Wir mussten alle Flüssigkeiten, die wir mitnehmen wollten und auch konnten, in einen Plastikbeutel packen und auch die elektronischen Geräte, sowie unseren Rucksack und unsere Jacken in Kisten durch eine Kontrollmaschine laufen lassen. Wir selbst gingen auch durch eine Kontrolle, manche mussten auch ihre Schuhe ausziehen, dies passierte jedoch nur stichprobenartig. Anschließend packten wir wieder unser Gepäck zusammen, zeigten unseren Ausweis und konnten weiter zum Gate gehen. Hier hatten wir noch relativ viel Zeit und kauften uns Kleinigkeiten im Duty-Free Shop. Wir trafen uns vor dem Gate wieder und gelangten, durch Vorzeigen unserer Boardingpässe, welche wir erhalten hatten, und unserem Ausweis ins Gate. Dort besprachen wir den Ablauf und das Programm für England. Schließlich konnten wir durch ein weiteres Vorzeigen der Boardingpässe ins Flugzeug gelangen. Der Flug nach Manchester dauerte ungefähr zwei Stunden, jedoch gibt es in England eine Zeitverschiebung, weshalb wir sozusagen eine Stunde früher landeten. Wir gingen nochmals durch eine Ausweiskontrolle und jeder erhielt bei der Gepäckrückgabe seinen Koffer zurück. Wir fuhren mit einem kleineren Bus nach Colne, allerdings brauchten wir fast zwei Stunden, da Stau herrschte. Als wir endlich ankamen, freute sich jeder auf seinen Austauschschüler beziehungsweise -schülerin. Alle lernten ihre Gastfamilien kennen und in meinem Fall besprach sich diese über das Programm außerhalb des Schulischen. Dazu muss man sagen, dass die Engländer sehr gastfreundlich und auch im Allgemeinen sehr höflich miteinander umgehen. So übergab ich meiner Familie auch Gastgeschenke.

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2.Tag Schulhausbesichtigung und Wanderung nach Wycoller, abends Bowlingcenter

Da in England die Schule erst um 9 Uhr beginnt, hatten die Deutschen morgens immer viel Zeit um aufzustehen. Als wir uns jedoch in der Schule versammelten, ging dann das Erzählen los, wie war das Essen? Wie die Familie? Und das Zimmer der Austauschschüler? Anschließend führten uns ein paar fleißige Engländer in ihrer Schule herum, sie zeigten uns die Unterrichtsräume, die Toiletten, die Bibliothek und erklärten uns wie ihr Schulsystem funktioniert.

Anschließend trafen wir uns wieder und wanderten alle zusammen nach Wycoller, dies ist ein Ortsteil von Lancashire, genau wie Colne auch, allerdings wohnen nur sehr wenige Leute dort und man kann wunderbar die Landschaft begutachten. Wir liefen anderthalb Stunden und kamen zu einer Art Museum, dort setzten wir uns hin und konnten die Lunchpackets essen, welche in meinem Fall, die Gastmutter gerichtet hatte. Wir genossen die Aussicht, die Ruine und die Landschaft und wanderten später wieder zurück. An diesem Tag hat sogar das Wetter mitgespielt, denn es schien die meiste Zeit die Sonne.

Abends wurden wir von der Gastfamilie, diesmal mit unseren Austauschschülern (davor hatten diese ihre Workexperience, wie bei uns BORS und BOGI), gebracht und spielten auf acht Bahnen verteilt Bowling. Dieser Abend hat mir persönlich besonders gefallen, da man so gute Verbindungen zu anderen Austauschteilnehmern knüpfen konnte.

3.Tag Blackpool (Vergnügungspark und Meer)

Wieder war um 9 Uhr der Treffpunkt an der Schule zur Abfahrt nach Blackpool. Dort ging es dann erst einmal ab in den Vergnügungspark. Jeder bekam ein Bändchen, welches man bevor man in eine Achterbahn steigen konnte, kontrollieren lassen musste. Viele fuhren BigOne, eine Achterbahn wie Silver Star, allerdings konnte man hier von oben auf das Meer schauen. Dann gab es noch Wasserachterbahnen wie den BigDipper und einen Coaster, der Revolution hieß. Bei diesem fährt man die Achterbahn einmal vorwärts und anschließend rückwärts. Die meisten aßen ihr Lunchpacket im Park oder bestellten sich etwas in den vielen Essensbuden. Außerdem gab es noch eine Fotostation und verschiedene Süßigkeitenläden. Schließlich trafen wir uns erneut, diesmal gingen wir jedoch nicht direkt zurück, sondern liefen zum Meer. Dieses war zwar von einer Mauer umgeben, um die Flut aufzuhalten, allerdings hatte man einen schönen Ausblick und die Luft war salzig. Viele haben Fotos geschossen, obwohl dies durch den starken Wind ziemlich schwierig war. Danach gab es noch ein Gruppenfoto und wir fuhren wieder zur Schule.

Den Abend verbrachten wir in unserer Gastfamilie, da ich aber so müde war, gingen wir nur kurz in den McDonalds und schauten zuhause Filme, sodass ich mich erholen konnte. Dieser Tag war aufregend und anstrengend gewesen.

  

4.Tag Unterrichtsbesuch und Manchester, abends gemeinsam ins Carlos

Der Treffpunkt war, wie immer, um 9 Uhr an der Schule, in welcher man uns in Kleingruppen aufteilte. Diese wurden englischen Schülern zugeteilt, damit wir den Unterricht der Klassen verfolgen konnten. Jedoch wurden mehrere Schüler einer Klasse ausgewählt, weshalb es ein Platzproblem gab. Dieses wurde dadurch gelöst, dass ein paar von uns in die Bibliothek ausweichen sollten. Dort gab es dann ein paar Spiele, bevor man sich erneut zum Aufbruch nach Manchester traf.

Wir brauchten ungefähr eine Stunde zur Shoppingmall in Manchester und hatten um die zweieinhalb Stunden Zeit zur freien Verfügung. Man konnte in den Topshop, H&M, Calvin Klein oder auch in den Vansladen. Es war jedoch auch möglich in einem seperaten Bereich verschiedene Essensläden zu besuchen oder einfach in Starbucks zu sitzen. Schließlich waren die Stunden um und wir mussten zurück.

Im Haus der Gastfamilie blieb jedoch nicht viel Zeit, denn wir mussten uns für das Restaurant am Abend schick machen. Die Gastmutter bügelte in meinem Fall sogar extra mein Outfit, damit es nicht zerknittert aussah. Insgesamt war der Abend recht gut gestaltet. Allerdings einen Tipp: Bestellt keinen Salat, der ist ziemlich klein für das, was er kostet. Pizzen und Pastagerichte jedoch sind super. Viele von uns haben danach noch im McDonalds ein Eis geholt, in meinem Fall sind wir schließlich noch zu einer anderen Gastfamilie heimgelaufen und haben einen Horrorfilm geschaut. Später hat der Gastvater uns abgeholt und ich bin müde in mein Bett gefallen, übrigens durften die meisten im Bett der Austauschschüler schlafen oder hatten sogar teilweise ein eigenes Zimmer.

 

5.Tag Gastfamilie

Endlich ausschlafen!!! Da ich den Ablauf der anderen Austauschschüler nicht genau weiß, erzähl ich euch von meinem: Bei mir gab es, nachdem wir gegen 11 Uhr aufgestanden waren, English Breakfast. Dieses hat schon richtig gut geschmeckt, kleine Würste, ein Spiegelei, Bohnen und frittiertes Brot, allerdings war es ziemlich fettig und damit meine ich wirklich fettig. Anschließend kamen ihre Freunde und wir gingen shoppe, so konnte ich weitere Souvenirs für zuhause kaufen und sah auch, dass es normale Läden, wie Lidl und Aldi im Ortsteil gibt. Später schauten wir Filme, während wir auf meine Freundin und ihre Austauschschülerin warteten. Gemeinsam wurden wir nämlich zum Schlittschuhlaufen gefahren. Das war vielleicht ein Spaß, denn da die Engländer öfter Schlittschuhlaufen gehen, waren sie natürlich besser, aber mir und meiner Freundin gefiel es trotzdem. Vor allem, weil wir zuschauen konnten, wie einer der Eisläufer über zwei große Hilfskästen drüber sprang. Dies war auch ein sehr ereignisreicher Tag und ich habe mich mit meiner Engländerin gut verstanden.

 

6.Tag Gastfamilie

Wieder kann ich nur aus meiner Sicht berichten: Meine Austauschschülerin und ich schliefen wieder lange und aßen erst um 12 Uhr Frühstück. Anschließend wollte die Familie etwas wandern, so fuhren wir zu Bolton Abbey, dies ist eine Ruine mit mehreren Familiengräbern, jedoch sind drumherum auch Picknickwiesen und wunderschöne Flüsse. Wir bekamen alle ein Eis und spielten Frisbee und kletterten über die Laufsteine. Später hatten wir Hunger und gingen im Eispalast essen. Das Eis sah lecker aus, aber da alle etwas Richtiges aßen, bestellte auch ich einen Burger, am Ende war ich so satt, dass ich mein Getränk nicht mehr hinunterbekam. In einer nahegelegenen Scheune war eine Art Spaßpark untergebracht und dorthin gesellten wir uns eine Weile. Anschließend fuhren wir nach Hause, denn ich hatte ja noch einen Koffer zu packen. An diesem Tag gab mir meine Gastfamilie noch weitere Geschenke, die ich mit nach Hause nehmen sollte. Schließlich hatte ich gepackt und meine Engländerin und ich schossen noch ein paar letzte Fotos. So ging ich traurig zu Bett.

 

7.Tag Abreise und Ankunft in Deutschland

Es ging früh los um 8 Uhr und viele weinten zum Abschied, denn sie hatten, wie ich eine wunderschöne Zeit gehabt. Als wir jedoch am Flughafen ankamen, freuten sich einige schon auf zuhause. Wieder mussten wir dasselbe Prozedere über uns ergehen lassen, auch wenn ich diesmal den Eindruck hatte, dass wir strenger kontrolliert wurden. Und auch diesmal konnten wir relativ lange warten, bis unser Gate schließlich öffnete. Im Flugzeug waren alle ziemlich müde und beschäftigten sich zum Großteil mit sich selbst. Die einzigen Unterschiede war die Landung, die Zeit und das Wetter, die Landung war diesmal sanfter, die Zeit war eine Stunde schneller vergangen, weshalb wir statt zwei, sozusagen drei Stunden geflogen waren und das Wetter war sonnig und hatte glatte 28°C. Wir kauften uns erstmal was zu essen und zu trinken und etwas später waren wir auf dem Weg nach Furtwangen. Es hatte sich vor Stuttgart etwas Stau gebildet, sodass wir eine Stunde später als geplant eintrafen, jedoch war die Reise angenehm gewesen: Wir hatten einen Feedbackbogen ausgefüllt und Musik gehört, manche haben auch geschlafen. Sobald wir jedoch Furtwangen erreichten, war jeder hellwach und freute sich auf sein Zuhause und seine Familie. Glücklich, mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen schlossen die meisten ihre Eltern in die Arme.

 

Meine Meinung:

Insgesamt hat dieser Austausch viel Spaß gemacht und man konnte viel erleben. Außerdem haben viele gelernt wie gastfreundlich und respektvoll die Engländer ihr Miteinander leben. Ich empfehle euch, dass ihr euch mitmachen solltet, ihr könnt nicht verlieren, denn ihr könnt eine Freundin in England, Erlebnisse und Erfahrungen, was ihr bei eurem nächsten Flug/Austausch besser gestalten solltet, erhalten. Außerdem ist dies eine sehr erholsame Woche ohne Schulstress. 😉

Text: Anica Kreuz

Fotos: Vogt

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