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Wie jedes Jahr fand auch diesmal im Herbst nach einige Wochen nach Schulanfang der traditionelle Lehrerausflug statt. Alle haben sich gefreut: die Schüler, die nach der 4. Stunde Unterricht frei hatten und die Lehrer, die sich das historische Bergwerk im Schauinsland und das Sonnenobservatorium gleich nebenan angeschaut hatten. Der Ausflug endete schließlich in der Gaststätte Auf der Alm bei einem leckeren Abendessen.

Obwohl womöglich ein Großteil der Pädagogen schon einmal in einem Bergwerk gewesen war und deshalb natürlich „alles“ wusste, war es doch mal wieder interessant. Und recht kühl, dunkel (trotz altertümlicher Headlamps mit Riesenakkus, die trotzdem nur funzelten) und feucht. Gruselig, sich vorzustellen, dass man nur ein paar Zentimeter am Tag vorankommt – und zwar fast komplett im Dunkeln, mit zwischen die Zähne geklemmtem brennenden Kienspan –, um nach 8 Jahrhunderten auf diese Weise schließlich mehrere Kilometer Strecke gemacht zu haben.

Erst in neuerer Zeit, nachdem man überlegt hatte, dass der Gebrauch des Schwarzpulvers nicht nur militärisch, sondern vielleicht auch im Bergbau anzuwenden wäre, ging es etwas schneller.

Das Sonnenobservatorium, die zweite Besichtigungsmöglichkeit auf dem Schauinsland, ist eine interessante Konstruktion: Man würde sich denken, da gibt es ein Fernrohr, das nach der Sonne ausgerichtet wird, um das herum weißgekittelte Wissenschaftler rumwuseln. Das stimmt aber so nicht. Vielmehr trug der uns führende Wissenschaftler einen Fleece-Pulli (es war ungeheizt) und das Fernrohr ist senkrecht bis in den Keller in das Gebäude eingelassen und komplett unbeweglich. Durch bewegliche Spiegel wird das Licht der Sonne umgelenkt und dann durch das Fernrohr geschickt. Das Bild der Sonne wird auf eine weiße Fläche oder einen Film gelenkt. Dieses Teleskop wurde durch das neue Teleskop der Freiburger Universität abgelöst, das auf den kanarischen Inseln steht und bessere Bilder dank klarerer Luft liefert. 'Unser' Teleskop auf 'unserem' Schauinsland ist aber noch „voll gut“ und dient vielen Studenten zur Ausbildung.

 Herrliche Wissenschaft, traditionelles Gewerbe mit langer Geschichte, leckeres Essen.

Und wenn sie vorher nicht schon alles wussten, die Lehrer, dann wussten sie nach diesem Ausflug immerhin mehr als vorher. Und satt und zufrieden waren sie auch. :-)

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