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Aus der einteiligen Reihe: Unvergessene Highlights des Schuljahrs

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Um Einiges schlauer sind wir nun in Sachen Politik, da wir erfreulicherweise am 09.05.2017 und am 10.05.2017, jeweils sechs Unterrichtsstunden, Besuch von zwei netten Damen der Friedrich-Ebert-Stiftung bekamen und dazu eine Gemeinderatssitzung mit Bürgermeister Herdner nachspielten.

 

Am Dienstag ging es los: Wir durften mit tollen Materialien arbeiten, beispielsweise klärten wir noch einmal die Unterschiede zwischen Gemeinderat, Bundesrat, Bundestag, Bundesgerichtshof, Bundesverfassungsgericht etc. mithilfe einer Tabelle auf einem großen Plakat. Außerdem bekamen wir bunte Kärtchen, auf welche wir unsere Erwartungen aufschreiben konnten, die wir von dem zweitägigen Kurs hatten. Da anfangs keiner von uns eine Ahnung hatte, um was es sich bei dem Thema „Kommunalpolitik“ handeln könnte, wollten wir dies unbedingt herausfinden. Das taten wir mit jeder Menge Spaß, Abwechslung, Kreativität und enormer Lernfreude bei jedem der 27 Schüler unserer Klasse. Wir erfuhren im Laufe der zwei Tage, dass Kommunalpolitik ein sehr wichtiges Thema ist, welches auch uns betrifft.

Die von uns im theoretischen Teil erarbeiteten Informationen durften wir erfreulicherweise am Dienstagabend im Furtwanger Rathaus auch in der Praxis anwenden, da dort eine Gemeinderatsitzung mit allen Gemeinderäten aus Furtwangen und Umgebung, dem Furtwanger Bürgermeister Josef Herdner, einem Pressefotografen und einem Gutachter stattfand. Wir erlebten sowohl interessante Präsentationen als auch aufregende Diskussionen in doch ruhiger Atmosphäre. Viele der an diesem Abend diskutierten Themen interessierten uns nur wenig, da wir uns in diesen Kategorien überhaupt noch nicht auskannten, wie beispielsweise Finanzen oder Flächennutzung innerhalb Furtwangens. Dem gegenüber standen aber auch Themen, die unser Interesse weckten, zum Beispiel Regionalität und Tourismusbewusstsein. Dabei wird darauf geachtet, möglichst viele regionale Produkte im Verkauf in den Mittelpunkt zu stellen, was mit  extra designten Stickern auf den Produkten aus Furtwangen und Umgebung in den Läden deutlich gemacht werden kann. Außerdem präsentierte uns der Gutachter eine Liste der meist besuchten Ferienorten 2016, auf der Furtwangen natürlich Platz 1 belegte, gefolgt von Rohrbach und Neukirch. Die steigenden Tendenzen zu „Urlaub auf dem Bauernhof“ ließen sich wohl dadurch erklären, dass im vergangenen Jahr mehrere Hotels, Gaststätten und Bauernhöfe fertig renoviert wurden und jetzt in neuem Glanz erstrahlen würden, so Bürgermeister Herdner. Als wir nach etwa einer Stunde die Sitzung wieder verließen, ging es nach Hause.

Am nächsten Morgen erschienen alle wieder mit frischer Motivation im Klassenzimmer. Heute wurde es für uns besonders spannend, denn am gestrigen Tag wurden wir in Gruppen eingeteilt, welche dann nach Parteien benannt wurden. Wir überlegten uns, für was man einen Antrag oder eine Anfrage stellen könnte bzw. was wir uns für Furtwangen wünschen. So kam es, dass beispielsweise die SPD sich für WLAN im Bus einsetzte, während sich andere Parteien für das Sanieren des städtischen Freibades, eine Erweiterung des Stadtparks mit Bänken, Slack-Lines oder einer Freilichtbühne für Veranstaltungen interessierten.

Diese Anträge lernten wir mithilfe von vier Gemeinderäten aus Furtwangen zu stellen, welchen wir am Abend zuvor im Rathaus noch aufmerksam beim Diskutieren zugehört hatten. Wir durften sie persönlich kennenlernen und bekamen effektive Tipps und Tricks, welche uns in Zukunft immer wieder helfen würden. Abgeschlossen wurde der Workshop mit einer Evaluation in gemütlicher Runde, welche von Kerstin und Lara, den beiden Kursleiterinnen, dankbar aufgenommen wurde. An einem dritten Tag folgte dann das absolute Highlight: Im Rathaus spielte unsere Klasse mit den eigenen Vorschlägen unter Leitung von Bürgermeister Herdner eine Gemeinderatssitzung nach. Politik hautnah! Ein Erlebnis, das wir alle so schnell nicht vergessen werden.

Insgesamt hatten wir drei superschöne und lehrreiche Tage. Hierfür nochmal ein herzliches Dankeschön an Lara und Kerstin (die Studentinnen der Friedrich-Ebert-Stiftung), alle Mitglieder des Gemeindesrats, natürlich im Besonderen Bürgermeister Herdner und unseren betreuenden Lehrer Herrn Göpel.

Jule Kern, 9a

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